Was sich für Reisende durch das Internet der Dinge verbessert

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Das Internet ist zum integralen Bestandteil unseres Lebens geworden. Die Technologie verbessert sich in großen Schritten und vereinfacht den Alltag durch die Entstehung von Standardgeräten. Auch die Urlaubsbranche verändert sich auf dramatische Weise. Eine potentielle Veränderung, die am Horizont schon sichtbar ist, ist das Internet der Dinge (IdD, auch Internet of Things, IoT).

IdD ist eine neue Technologie, die es ermöglicht, internetfähige Sensoren in alltäglichen physischen Objekten zu platzieren. Es ist bereits in Gebäuden, Fahrzeugen und Haushaltsgeräten sichtbar und verändert das tägliche Leben seiner Nutzer. Das IT-Forschungsunternehmen Gartner schätzt, dass zum Jahresende 2016 bereits sechs Milliarden „Dinge“ an das Internet angeschlossen waren.

Reisen mit dem IdD

Die Tourismusbranche ist eine führende Kraft in der IdD-Technologie. Es wird geschätzt, dass innerhalb der Branche pro Organisation über 100 Millionen US-Dollar in IdD investiert wird. Das Internet der Dinge ist kein technologischer Trend der Zukunft – es existiert im hier und jetzt.

Das Hotelgewerbe

Das Internet der Dinge hat bereits einen enormen Einfluss auf die Übernachtungsbranche und betrifft sowohl die Backend-Operationen als auch die Reisenden selbst. Eine Hotelgruppe bietet bereits eine App an, mit deren Hilfe Gäste mit ihrem Zimmer interagieren können. So können Sie die Temperatur Ihres Zimmers einstellen und Ihren Fernseher bedienen. Das Hotel legt großen Wert darauf, dass Gäste während ihres Aufenthalts die wichtigsten Funktionen ihres Zimmers mit der App kontrollieren können. Mittels dieser Technologie sind Sie auch in der Lage, Ihre Zimmertür zu öffnen, sobald sie in deren Nähe sind.

Eine andere Hotelgruppe hat bereits „Like“-Buttons implementiert, mittels derer sie unmittelbares Feedback auf alle ihre Angebote erhält. So können die Gäste sofort die Sauberkeit des Zimmers, einen Dienst, den sie beansprucht haben, oder den Zustand bestimmter Angebote (zum Beispiel den Fitnessraum oder den Swimmingpool) bewerten. Auch was das Unternehmensmanagement angeht, profitiert das Hotel, denn es kann den Energieverbrauch deckeln oder die Rezeption benachrichtigen, wenn ein Gast ein vorher festgelegtes Limit überschreitet. Bei Benutzung eines IdD-fähigen Aufzugs wird sofort der Reparaturdienst benachrichtigt, wenn irgendetwas nicht funktioniert.

Der Transportsektor

Flughäfen ermöglichen ihren Fluggästen mithilfe von IdD, sich einfacher in den Terminals zurechtzufinden. Der Service wird auch dazu benutzt werden, dass Geschäfte Nachrichten gezielt an bestimmte Reisende senden können, welche diese mit einem speziellen Armband empfangen. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie, haben bereits 90 Prozent der Airports dieses System installiert oder planen, dies vor Jahresende zu tun. Die Armbandsensoren, die bei räumlicher Nähe reagieren, werden „Beacons“ (Leuchttürme) genannt.

Einige Fluglinien nutzen IdD, um ihren Kunden zu ermöglichen, die Länge der Schlange bei der Sicherheitskontrolle zu kontrollieren. In Austin erfahren die Passagieren von einem System namens RFID (radio frequency identification), wie lange sie warten müssen, bis die Sicherheitskontrollen vorbei sind. Das RFID erreicht dies, indem es das Signal des Armbandes lokalisiert, zum Ende der Schlange verfolgt und mittels Algorithmus die Wartezeit errechnet.

Auch in der Gepäckabfertigung können Reisende profitieren. Eine Fluglinie implementiert bereits ein globales Koffer-Tracking-System, das es Passagieren ermöglicht, aufgegebenes Gepäck im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass es mit ihnen reist. In den Backend-Operationen können IdD-fähige Sensoren Einzelteile und Kraftstoffstand kontrollieren, sodass sie Warnungen senden, sobald etwas nicht in Ordnung ist.

Ein Londoner Flughafen will das erste internationale Drehkreuz werden, das IdD nutzt, um maschinengesteuert mit Kunden zu kommunizieren. Das System ermöglicht es dem Betreiber, die Bewegungen der Passagiere zu verwalten. So sendet das IdD Informationen zum Gate an das Smartphone, kann im Notfall einen bestimmten Reisenden auffinden, stellt die Reisezeit jedes Passagiers fest und findet verloren gegangenes Gepäck wieder.

Der Unterhaltungssektor

Reisende, die in großen Themenparks Urlaub machen, wie zum Beispiel Disneyland in Orlando, Florida, werden einen Kundenservice erleben wie nie zuvor. Das Internet der Dinge ermöglicht es dem Park, Operationen effizient abzuwickeln, und den Mitarbeitern, sich darauf zu konzentrieren, dass die Erfahrungen der Besucher befriedigend sind. Gäste werden ein Armband tragen, dass den Transport und das Essengehen unkompliziert macht. Laut dem Chief Operating Officer, Tom Staggs, werden die Armbänder es den Mitarbeitern ermöglichen, die Gäste besser zu betreuen, sodass diese mit noch besseren Erinnerungen nach Hause fahren.

Reisende können angesichts der vielen technischen Änderungen in Jubel ausbrechen. Jedes neue Teil ist darauf ausgerichtet, das Reisen weniger stressig, bequemer und schneller zu machen. Urlauber werden 2017 eine problemlosere Reise erleben, da sie vom Internet der Dinge profitieren.